Einführung in die Beikost

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Einführung der Beikost? Welche Breie eignen sich für den Anfang am besten? Das Thema Beikost stellt frischgebackene Eltern regelm??ig vor viele Fragen.

So gelingt der Start in die Beikostphase

In den ersten Monaten versorgen die Milchmahlzeiten dein Baby ideal. Mit zunehmendem Alter und fortschreitender Entwicklung w?chst aber auch der N?hrstoffbedarf deines Babys. Eine ausschlie?liche Ern?hrung über Muttermilch oder Anfangsmilch stillt den Hunger nicht mehr: Zeit für die ersten L?ffelversuche!

Frühestens mit Beginn des 5. und sp?testens im 7. Monat kannst du mit den ersten L?ffelversuchen starten. In diesem Alter sind die meisten Babys bereits in der Lage breiige Nahrung zu schlucken. Aber auch hier gilt: du kennst dein Baby am besten und kannst es individuell auf dem Weg beim Essen lernen begleiten.

Hebammentipp Nr. 13

Lass dein Baby bei euren Mahlzeiten mit dabeisitzen. Das st?rkt euch als Familie und durch den Nachahmungseffekt lernt es wie Essen funktioniert.

Birgit Laue, Hebamme

Daran erkennst du, dass dein Baby bereit ist für Beikost

  • Dein Baby schaut dir neugierig bei der Nahrungsaufnahme zu und greift auch mal nach deinem Essen.

  • Dein Baby kann sein K?pfchen alleine halten: So gelingt das Schlucken des Breis ohne Probleme.

  • Dein Baby kann gestützt aufrecht sitzen: In einer aufrechten Haltung f?llt es deinem Baby leichter, seinen ersten Brei zu essen. Erst wenn es selbstst?ndig sitzen kann, sollte es im Hochstuhl essen.

Keine Sorge:

Wenn du verunsichert bist, dann frag einfach deine Hebamme. Sie wird dich bei der Einführung der Beikost bestm?glich unterstützen. Gerne kannst du dich bei Fragen auch direkt an unseren Elternservice wenden.

Die ersten L?ffelversuche – Schritt für Schritt erkl?rt

Zu Beginn bietest du deinem Baby am besten mittags teel?ffelweise Brei an, bis es sich an die feste Nahrung gew?hnt hat. Die restliche Mahlzeit besteht wie bisher aus Milch. So gew?hnt sich dein Kind und dessen K?rper langsam an die neue Nahrung. Für die ersten L?ffelversuche ist das Halten auf dem Scho? ideal. So spürt dein Baby Sicherheit und kann sich voller Vertrauen dem Abenteuer Essen widmen.

Schritt 1:
Die Mittags-Milchmahlzeit wird zun?chst durch einige L?ffel Gemüse-Brei erg?nzt.

Als erster Brei eignet sich mildes Gemüse wie Karotte, Kürbis, Zucchini, oder Pastinake. Dieses wird dampfgegart und zu einem feinen Brei püriert oder gestampft.

Vom Gemüse-Brei gibst du deinem Baby zun?chst nur 3-4 L?ffel am Tag, damit sich das Verdauungssystem langsam daran gew?hnen kann. Die Menge kannst du jeden Tag ein wenig steigern. Die restlichen Mahlzeiten werden wie gewohnt durch Milchmahlzeiten abgedeckt.

Schritt 2:
Hat sich dein Baby an den Gemüse-Brei gew?hnt, kannst du etwa nach einer Woche etwas gekochte Kartoffeln zum Mittagsbrei geben. Daran und an die neue Komponente muss sich das Verdauungssystem Deines Kindes zun?chst gew?hnen.

Schritt 3:
Nach einer weiteren Woche kannst du gedünstetes Fleisch zum Mittagsbrei hinzugeben und die Breimenge langsam auf bis zu 190 g steigern. Wenn dein Baby den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei gut isst, kannst du auch mal das Gemüse wechseln oder Fisch statt Fleisch zum Brei geben. Zwischendurch eignen sich auch vegetarische Breie – mit Haferflocken für eine gute Eisenaufnahme. Irgendwann isst dein Baby eine komplette Portion, so dass du ihm zu dieser Mahlzeit keine Milch mehr gibst.

Schritt 4:
Der zweite Brei deines Babys ist der Abendbrei. Die Milchmahlzeit am Abend wird hier durch einen s?ttigenden Milch-Getreide-Brei ersetzt.

Schritt 5:
Der dritte Brei, der Getreide-Obst Brei (milchfrei), wird anschlie?end am Nachmittag gefüttert: Diesen kannst du mit ca. 100 g püriertem Obst zubereiten und deinem Baby als Zwischenmahlzeit zwischen Mittag- und Abendessen anbieten. Besonders gut eignet sich sanft gedünstetes Apfel- oder Birnenpüree sowie zerdrückte Banane.

Hebammentipp Nr. 23

Bis sich dein Baby an einen neuen Geschmack gew?hnt hat, sind manchmal ziemlich viele Versuche n?tig. Wenn es ein Lebensmittel ablehnt, hei?t es, dass es dieses nicht kennt. Biete es ihm trotzdem immer wieder an.

Birgit Laue, Hebamme

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